Apple ][ europlus

Apple ][ europlus
CPU6502 bei 1 MHz
RAM48KB + optional 16KB Erweiterung
Textdarstellung40 Zeichen in 24 Zeilen optional: Videx 80-Zeichenkarte
Grafik Low40 x 48 bei 16 Farben
Grafik High140 x 192 bei 6 Farben, 280 x 192 mono
Disketteoptional 140 KB 5,25 Zoll extern
BaujahrApple ][: ab 1977, Apple ][ plus ab 1979

Der Apple ][ gilt mit dem Commodore PET als der erste Heimcomputer. Durch seine 8 Slots ist er leicht erweiterbar und er ist sehr gut dokumentiert.

Das Gerät enthält 12KB ROM, in denen eine BASIC-Programmierumgebung und ein paar Systemroutinen sind. Diese BASIC-Umgebung meldete sich auch nach dem Einschalten des Rechners. Die Vorgängergeräte waren noch nicht mit diesem sogenannten "Autostart-ROM" versehen. Ab der Modellreihe ][+, in Europa Apple ][ europlus, war es serienmäßig vorhanden.

Zur Massenspeicherung wurde zu Anfang ein handelsüblicher Kassettenrekorder verwendet. Sehr früh gab es eine 5,25 Zoll Diskettenstation. Da der Apple ein sehr propitiäres Format hat, lassen sich diese Disketten nicht von einem anderen Computer lesen.

Der Apple ][ besitzt je nach Ausbaustufe 16-48 KB RAM auf der Hauptplatine. Über den Slot 0 können noch einmal 16 KB eingebaut werden, die dann parallel zum ROM liegen. Diese Karten hatten zusätzlich eine Flachbandkabelverbindung zu einem RAM-Baustein auf der Hauptplatine.

Die Tastatur kann nur mit Grossbuchstaben umgehen. Es gibt aber bald Umbausätze, die den Button des dritten Paddles verwenden, um die Shifttaste abzufragen. Dieses Verfahren wird von vielen Programmen unterstützt und nennt sich Shift-Key-Modification.

BASIC und andere Programmierumgebungen

Der ][ plus brachte gegenüber dem ][ ein neues BASIC, das sogenannte Applesoft BASIC. Es stammte von der Firma Microsoft. Dieses BASIC kann auch mit Fliesskommazahlen umgehen und hat Befehle zur Ansteuerung der Grafik. Wenn man eine 16 KB-Erweiterung besitzt, kann man das alte sogenannte Integer-BASIC in diesen Speicherbereich laden und zwischen beiden Varianten umschalten.

Neben seinem BASIC und dem Diskettenbetriebssystem Apple DOS 3.2 und 3.3 war recht früh auch das UCSD-Pascal verfügbar, das mit einem ganz eigenem System kam. Durch das Einstecken einer Z80-Prozessorkarte konnte der Apple ][ zu einer CP/M-Maschine mutieren. Damit stand dem Apple eine unglaubliche Softwarepalette zur Verfügung.

Wichtige Erweiterungen

Lautsprecher

Der Apple besitzt einen sehr einfachen Soundmechanismus. Durch Lesen einer bestimmten Speicheradresse, gibt es einen Tick am Lautsprecher. Je nachdem, wie schnell die Ticks aufeinander folgen, hört man einen Ton. Da das Cassetteninterface auch auf diese Art, nur mit anderer Adresse, ansprechbar ist, kann man den Sound auch auf einen Audio-Ausgang umlegen.

Einen richtigen Soundchip hat erst der Apple IIgs.


Computer-Oldies Bedienung und Programmierung Links zum Apple II webmaster@computer-oldies.de